Seit Freitag ist auch Dan von meinem EMC wieder in der Stadt, er hat mit seiner Familie eine Reise zum Ayers Rock und zur Ostküste gemacht. Samstagabend Filmabend und ein wenig "Abenteuerbericht" von seiner Reise.
Samstag früh habe ich wieder die Runde mitgefahren. Diesmal hatten wir auf der Strecke drei Sprints, also Stücke auf deinen jeder so schnell fahren darf wie er möchte, danach gibt es dann jeweils einen Punkt wo wir auf den Rest der Gruppe warten auf die, die vielleicht nicht so verrückt sind wie die ganz vorn. Wer mich auf dem Rad kennt weiß ja wo ich mich da hinorientiere und wahrscheinlich zu finden bin. Die Jungs hier sind allerdings so schnell das die Spitzengruppe manchmal nur sehr schwer zu halten ist oder auch gar nicht. Im Abschlusssprint in Perth fehlt mir momentan noch die Endgeschwindigkeit um da wirklich richtig dabei zu sein, mal sehen ob ich das in den Wochen bis November noch aufbauen kann.
Heute stand ja dann nun noch der City to Surf Lauf an. Bis Freitag war ich ja schon recht hin und hergerissen zwischen der Sonntagsradtour und dem 12 km von der Stadt bis fast ans Wasser (es endet ja nicht mal direkt am Meer wo man surfen kann, aber ich denke der Name City to almost Surf wäre vielleicht nicht so ansprechend) Lauf auf dem ich mich sicher eher schleppen werde, als das ich ein wirkliches Erlebnis haben werde. Die Entscheidung fiel wirklich schwer aber dann habe ich mir doch gedacht wo ich nun schon einmal hier bin, da kann ich das Ganze auch mitmachen. Also Sonntag früh 06:45 Uhr raus (Yipieh, ausschlafen, nicht wie sonst am WE immer schon 06:00 Uhr) und erstmal auf dem Balkon die Temperatur anschauen, und irgendwie war es schon ziemlich kalt, und Wolken waren zusätzlich auch noch am Himmel. Sollte es nun auch noch regnen? Als ich zum Start auf der St Georges Terrace (Hauptstrasse in Perth, Sitz von vielen Unternehmen) gegangen bin, bin ich auch gleich wieder mit einem Bergmann ins Gespräch gekommen der früher mal für Rio gearbeitet hat. Irgendwie scheint hier die ganze Stadt etwas mit Bergbau zu tun zu haben, also irgendwie fast so wie im Kompetenzzentrum auf der Peter Schmohl Strasse ;) Die ganze Strasse war mit Läufern vollgepackt, also schon etwas andere Dimensionen als bei unserem Neujahrslauf in Merseburg, HAHA. Was ich so gehört habe waren es wohl fast 37,000 Läufer die teilgenommen haben. Ich habe mich dann irgendwo hingestellt um auf den Start zu warten. Für den Lauf und sportliche Höchstleistungen in meiner Lieblingsdisziplin nach Schwimmen bin ich natürlich in kurzer Hose und T-Shirt angetreten. Da sein sollten alle Läufer eine halbe Stunde vor Beginn, also bin ich bei mir zu Hause eine halbe Stunde vor Beginn des Rennens losgelaufen. Nach nicht mal 10 Minuten war ich dann am Start und dann begann das fast unendliche Warten auf den Start. Noch 20 Minuten, noch 15, oh man das is ganz schön kalt hier, 10 Minuten, läuft der Hund eigentlich auch mit, 3 1/2 Minuten, labert doch nich ewig rum, lasst uns endlich loslaufen, es ist KALT, 90 Sekunden, 10, 9, 8, 7, 6, 5, 4, 3, 2, 1, los! Ah, super geht los hier! Naja aber irgendwie doch nicht so richtig, na klar sind ja über 30,000 Leute, dauert also ne Weile. Die Startlinie kommt langsam näher, also ich gehe aber immernoch und um mich rum überall übermotovierte Läufer, na das wird ja was! Oh, ich bin an der Startlinie - wird eigentlich die Zeit auch genommen wenn ich noch gar nicht richtig loslaufen kann? - mit Sicherheit! Der erste Kilometer scheint endlos zu sein, weit vor einem die Massen von Menschen die nur auf und ab zu springen scheinen, aber die Menschenmenge rollt sich doch langsam den kleinen Anstieg über den Highway hoch. Jetzt kann ich also auch endlich loslaufen. Im Zickzack um die Langsameren rundrum und die Schnelleren um mich herum, aber gleichzeitig auch noch um die noch Langsameren. Es scheint ein heilloses Durcheinander zu sein, aber irgendwie regelt sich das dann nach einem oder zwei Kilometern schon von selbst. Nach 2 Kilometern die erste Wasserversorgungsstation, und da waren plötzlich wieder alle auf einem Haufen, also da irgendwie mit dem vollen Becher Wasser durchzwängen der danach nur noch halb voll war, die Hälfte auf meinem T-Shirt und wer weiß sonst noch wo... Trinken aus nem Becher ist beim Laufen ganz schön schwierig. Deswegen also doch lieber mit dem Rad, da kann man wenigstens anständig trinken und essen beim Sport machen...
Also alle weiteren 2 Kilometer noch einmal die gleiche Übung mit dem Trinken und der zusätzlichen Abkühlung durch das Verkippen. Als ich dann kurz vor dem Ende das Wasser gesehen habe, dachte ich so: Zu Hause ist in der Richtung nur circa 17,000 km entfernt... Aber zurück zum Lauf. Ich sehe das Wasser, aber wo ist die Ziellinie, naja, wir ja bald vorbei sein, die 11 Kilometer Marke habe ich hinter mir gelassen, also geht es ja auch noch ein wenig schneller, ah, hier einer von bhp, den muss ich noch schnell überholen. Aber wo ist denn jetzt die Ziellinie? Immernoch nicht... Nur noch durch den kleinen Park hier, und hier ist ja auch die Linie und es geht bergab, also auskuppeln und nochmal laufen lassen... ... ... GESCHAFFT! Dann noch den Chip abgeben, was zu trinken bekommen, und ne Medaille, also das ich teilgenommen, nicht das ich was gewonnen hätte. Am Ziel habe ich noch einen Graduate von Rio getroffen. Wir sind dann auch mit dem Bus wieder in die Stadt zurück gefahren. Irgendwie habe ich erst dann richtig gemerkt das ich mir Blasen gelaufen hatte, aber halb so schlimm. Der Nachmittag war weniger spektakulär, also erspare ich das euch. Morgen ist schon wieder September! Ich werde mal versuchen jetzt noch zusätzlich 2 mal in der Woche mit dem Rad morgens eine Runde zu drehen, in 2 Wochen ist ja auch das Rennen in York. Davon erzähle ich euch beim nächsten mal!
Bis bald,
Glück Auf!
Heiko
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2 Kommentare:
Toller Ergebnisbericht von deinem
WE, wünsche dir noch viele weitere
schöne Erlebnisse HP
huhus nanu wieder auf deutsch? gab wohl Beschwerden.
Seid ich mit dir geredet habe geht es mit nach dem miesen Interview wieder besser ^ ^
thx lieber Hylko ;)
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